Inseln und Halbinseln prägen die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Atlantikküste Kanadas. Ebenso vielfältig wie die natürlichen Gegebenheiten dieser Region ist ihre Geschichte und Kultur. Sie reicht von der Besiedlung durch die First Nations über den ersten Landgang der Wikinger bis hin zu den Europäischen Einwanderern der letzten Jahrhunderte. Ihre Reise führt von den ältesten europäischen Siedlungen in das bis heute noch weitgehend unerschlossene Labrador. Bis 1992, als der Trans-Labrador Highway eröffnet wurde, war der Zugang zu diesem Gebiet nur mit dem Kanu, Hundeschlitten oder Flugzeug möglich. Die Verbindung zwischen Cartwright und L‘Anse-au-Clair war bis 2002 nur mit dem Schneemobil oder Hundeschlitten befahrbar. Unvorstellbar große Karibuherden teilen sich das Land mit Schwarzbären, Elchen und Adlern. Vor der Küste können Sie je nach Saison Wale und Eisberge sichten.
Diese Reise hat Expeditionscharakter. Sie reisen zum Teil in entlegenen und dünn besiedelten Regionen. Dies kann Änderungen im Ablauf Ihrer Reise zur Folge haben. Einige der Hotels sind nur einfach ausgestattet – dafür ist die Landschaft einmalig und atmenberaubend schön.
Abfahrt: 2. Juni bis 30. August freitags und sonntags
1. Tag Ankunft in Halifax
Die Stadt Halifax, an einem der größten natürlichen Häfen der Welt gelegen, bietet seit der Pionierzeit einen der wichtigsten Zugänge zum kanadischen Festland. Heute präsentiert sie sich als facettenreiche Handels- und Universitätsstadt, in der Geschichte und Moderne eng miteinander verwoben sind. Die liebevoll renovierte Hafenfront lädt zum Bummeln ein, vorbei an historischen Lagerhäusern und dem Pier 21. Das geschäftige Stadtzentrum mit seinem vielfältigen Unterhaltungsangebot wird von einer imposanten Befestigungsanlage überragt.
2. Tag Halifax – Moncton ca. 300 km
In der Nähe von Parrsboro haben die gewaltigen Gezeitenströme der Bay of Fundy – der Tidenhub liegt bei bis zu 16 Metern - eine der größten Ansammlungen versteinerter Dinosaurierknochen freigelegt. Ebenfalls zu bestaunen ist der kleinste jemals gefundene Dinosaurier-Fußabdruck. Bei einem Spaziergang am Strand sollten Sie die Augen außerdem nach Amethyst und Achat offen halten. Eine weitere bedeutende Fossilien-Fundstelle liegt ganz in der Nähe bei Joggins.
3. Tag Moncton – Fundy National Park - Miramichi River ca. 300 km
Besonders eindrucksvoll ist bei Ebbe ein Spaziergang auf dem Meeresboden um die steil aufragenden Hopewell Rocks (abhängig von den Gezeiten).Nur wenige Stunden später ragen nur noch die bewachsenen Spitzen dieser Steinsäulen als kleine Inseln aus dem Wasser. Im Fundy Nationalpark führen Spazier- und Wanderwege entlang kristallklarer Flüsse zu steil abfallenden Klippen. Der Miramichi zählt zu Kanadas bekanntesten Lachsflüssen.
4. Tag Miramichi River – Dalhousie ca. 260 km
Eine gut ausgebaute Strasse führt entlang einer alten Holzfällerroute durch das Tal des Miramichi Flusses. Ein Holzfäller- und ein Lachsmuseum unterstreichen die Bedeutung dieser beiden Resourcen für die Region. Im Mündungsgebiet des Miramichi leben Akadier, Nachfahren der ersten Franzosen, die dieses Gebiet besiedelten.
5. Tag Dalhousie – Baie Comeau ca. 350 km
Ihre heutige Route führt Sie durch Quebec und die Gaspesie-Halbinsel. Eine Fähre bringt Sie über den Sankt Lorenz-Strom, einen der großartigsten Flüsse Nordamerikas, nach Baie Comeau. Die Stadt gilt als Tor zu Kanadas bewaldetem Norden.
6. Tag Baie Comeau – Labrador City ca. 620 km
Auf der letzten geteerten Strasse für die nächsten Tage folgen Sie dem Manicouagan Fluss in die kanadische Wildnis. Entlang der Strecke können riesige Wasserkraftwerke und Dämme besichtigt werden. Auf einer gut präparierten Schotterstrasse geht es weiter nach Labrador City – das Zuhause von Goldsuchern, Minen- und Bahnarbeitern.
7. Tag Labrador City – Churchill Falls ca. 240 km
Der 1992 eröffnete Highway „The Freedom Road“ bringt Sie durch nahezu unberührte Wildnis nach Churchill Falls. Jede Kurve eröffnet neue Ausblicke auf die atemberaubend schöne Natur, durchzogen von Flüssen und Seen. Churchill Falls entstand um ein großes Wasserkraftwerk, das die Energie des gleichnamigen Flusses nutzt, der auf einer Strecke von 32 Kilometern um 300 Höhenmeter fällt.
8. Tag Churchill Falls – Goose Bay ca. 300 km
Von Churchill Falls bis Goose Bay treffen Sie auf keine weitere Besiedlung. Dies ist das Land der größten Karibuherden. Etwa 700.000 Tieren ziehen durch die Wälder zwischen Zentrallabrador und dem nördlichen Quebec. Im Juli können Sie mit etwas Glück Karibus auf der Nahrungssuche entdecken.
9. Tag Goose Bay
Goose Bay wurde in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts um einen großen Flughafen errichtet. Es ist das Verwaltungs- und Versorgungszentrum des östlichen Labradors. Im kleinen Fischerdorf Northwest River lohnt der Besuch der zwei kleinen Museen über die Pionierzeit. Vom "Sunday Hill"-Wanderweg haben Sie einen schönen Ausblick auf den Lake Melville
10. Tag Goose Bay – Cartwright (Fähre)
Mit der Fähre – Fahrzeit ca. 12 bis 14 Stunden - folgen Sie der Ostküste Labradors nach Cartwright. Das Schiff nimmt eine Route, die schon vor Jahrhunderten von Fischern, Pelzhändlern, Missionaren und Entdeckern befahren wurde. Bis zur Fertigstellung des Highways (2002) bestand der einzige Kontakt dieses sogenannten „Outport“ zur Außenwelt über das Versorgungsschiff und einer Landebahn für kleine Flugzeuge. Sie übernachten auf der Fähre.
11. Tag Cartwright
Von Cartwright aus werden die Küstenorte per Schiff bis hoch in den Norden versorgt. Von den umliegenden Hügeln haben Sie einen sehr schönen Ausblick über die Region. Für Einkäufe lohnt der Besuch eines echten „Northern Store“. Ihr Hotel informiert Sie gerne über die Möglichkeit Schwarzbären zu beobachten.
12. Tag Cartwright – Port Hope Simpson ca. 200 km
Eine gut ausgebaute Schotterstrasse führt in die überwiegend bewaldete Wildnis Ostlabradors. Im ehemaligen Outport Port Hope Simpson wurde eines der ersten Hospitäler der Region gegründet.
13. Tag Port Hope Simpson – L’Anse-au-Clair ca. 200 km
Ein Abstecher entlang der Küste lohnt wegen der vielen kleinen Fischerdörfer und der Eisberge, die hier mit etwas Glück gesichtet werden können. Bei Red Bay gelangen Sie wieder auf eine geteerte Strasse. Ein kleines Besucherzentrum informiert über die Basken, die hier im 16. Jhr. auf Walfang gingen und die Wale an der Küste weiter verarbeiteten.
14. Tag L’Anse-au-Clair – St. Anthony ca. 150 km
Eine 1,5 Stunden lange Fahrt mit der Fähre bringt Sie nach Neufundland. Bei L‘Anse aux Meadows können Sie eine rekonstruierte Siedlung der Wikinger besuchen, die hier um 1000 n. Chr. landeten und Grashütten sowie Werkstätten errichteten.
15. Tag St. Anthony – Gros Morne National Park ca. 340 km
Der „Viking Trail“ führt Sie entlang der Küste nach Süden. Ein Besucherzentrum bei Port aux Choix informiert über die Ausgrabung einer frühen Siedlung der "Dorset Eskimos", die zwischen 5000 und 7000 Jahren vor heute über das Eis von Baffin Island bis hierher vordrangen.
16. Tag Gros Morne National Park
An der Bonne Bay, liegt einer der schönsten und spektakulärsten Nationalparks in Ostkanada – der 1942 Quadratkilometer große Gros Morne National Park. Zu den Hauptattraktionen dieser UNESCO World Heritage Site zählen Fjorde und Tafelberge, Fossilien und einige der ältesten Gesteine auf diesem Planeten. Erkunden Sie den Park auf einer Bootstour oder auf einem der vielen Wanderwege.
17. Tag Gros Morne NP – Port aux Basques ca. 350 km
Sie überqueren die Long Range Mountains und folgen dem Highway weiter Richtung Süden durch das Codroy Tal. Unterwegs bieten sich viele Abstecher zur Küste oder zu Provincal Parks an. Port aux Basques ist ein alter Fischereihafen, gegründet von Basken, lange vor Christoph Columbus.
18. Tag Port aux Basques – Sydney / Umgebung
Die Fährüberfahrt von Neufundland nach Nova Scotia dauert ca. 5 bis 7 Stunden. Die Region um Sydney bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zur Beobachtung von Seeadlern.
19. Tag Sydney / Umgebung - Cheticamp ca. 220 km
Die wohl schönste Panoramastrasse Ostkanadas erwartet Sie heute – der Cabot Trail. Der ein-drucksvollste Abschnitt liegt innerhalb des Cape Breton Highlands National Park und folgt dort dem ständigen Auf und Ab der Küstenlinie. Erkunden Sie den Park auf einem der Wanderwege - die Chancen einen Elch zu sehen sind ausgezeichnet.
20. Tag Cheticamp – Halifax ca. 430 km
Am Morgen besteht die Möglichkeit für eine Walbeobachtungstour (optional) an Cape Breton‘s Westküste. Die heutige Strecke führt vorbei an dem zum Teil mit dem Ozean verbundenen Bras d‘ Or Lake. Auf dem weiteren Weg nach Halifax können Sie häufig Adler und Kormorane beobachten.
21. Tag
Heute heißt es Abschied nehmen von Kanada. Vergessen Sie nicht, eine Erinnerung mitzunehmen.
Änderungen im Reiseverlauf vorbehalten.
Doppelzimmer €uro 2.150,-
Einzelzimmer €uro 3.961,-
Dreierbelegung1) auf Anfrage
1 Wagen, 4 Personen
2 Doppelzimmer €uro 1.855,-
Kind (0 – 12 Jahre) €uro 179,-
1) Dreierbelegung im Doppelzimmer
Hauptsaisonzuschlag für Mietwagen
vom 01.07. – 31.08.2010 €uro 144,-
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Mittwoch, 15-10-08 15:26
K.M :
Wir sind in 23 Tagen 4525 km gefahren, hatten das Meer, Nationalparks, Seen, interessante Städte, viel Spektakuläres! Eine tolle Reise! Schön, dass wir das alles erleben konnten.
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